Zwischen Twitter, Bierpong und Darknet –  Meine ersten Wochen Onlinekommunikation

So dann beginne ich mal mit meinem allerersten Blogpost. Gar nicht so einfach wie man meint. In meinem Studiengang Onlinekommunikation gibt es ein Unterrichtsfach, dass sich Web Literacy Lab nennt. In diesem ist es unter anderem unsere Aufgabe vier Blogbeiträge zu schreiben. Ich selbst liebe es Blogs zu lesen und anzuschauen. Vor einigen Jahren war es bei uns in der Schule ein ziemlicher Trend einen Blog zu haben. Schon damals habe ich oft darüber nachgedacht, mit dem Bloggen anzufangen. Doch irgendwie fehlte mir immer die nötige Portion Motivation und Selbstbewusstsein dafür. Deshalb bin ich froh, dass ich jetzt, durch mein Studium, dazu aufgefordert werde einen Blog zu schreiben.
Da mein Studium Onlinekommunikation schon in den ersten Wochen so aufregend und ereignisreich war, möchte ich in diesem Blogpost gerne von meinen bisherigen Erfahrungen als Onkomm (unsere hippe Studiengangs Abkürzung) Student berichten.

Die ersten Tage

Tag 1 – Kaffe und Kuchen oder doch Wodka und Bier?

Die ersten zwei Einführungstage begannen kunterbunt. Von einem Auftritt des Staatstheaters Darmstadt, Kennenlernspielen mit „Hashtags“ bis hin zum Campusfestival mit 16 (Trinkspiel-) Stationen, war alles dabei.
Viele waren am allerersten Tag sehr nervös. Ich muss sagen, da ich schon einmal eine Ersti Woche hatte (weil ich ein Semester Lehramt studiert habe), war ich nicht ganz so nervös. Ich war eher freudig aufgeregt und neugierig, was mich erwarten wird und wer meine Kommilitonen sein werden. Denn was ich bei meiner ersten Einführungswoche gelernt hatte war, dass man nie alleine ist und immer jemanden finden würde. Wie viele Erstsemestler, hatten auch wir Onlinekommunikations Studenten eine eigene Facebook Gruppe. Darüber war ich sehr froh. Man konnte seine zukünftigen Kommilitonen schonmal über Facebook stalken (wer hat das nicht getan :p) und sich verabreden für den ersten Einführungstag und gegebenenfalls Fahrgemeinschaften gründen. So kam ich dazu, mich mit vier lieben Mädels (Hey an Julia, Julie, Johanna und Liz :-* ) am ersten Einführungstag an der Uni zu treffen. Julie hatte geschrieben, dass sie ihren Hund mitbringt und vor der Veranstaltung dort eine kleine Runde mit ihm spazieren gehen will. Ich als Tierliebhaber und stolzer Besitzer von zwei Hunden und einer Katze war direkt hin und weg. Als dann auch noch rauskam, dass es sich um einen HundeWELPEN handelte, war ich nicht mehr zu halten. Demnach war es auch sehr einfach in der Horde von Menschen Julie mit ihrem Welpen und die anderen drei Mädels zu finden. Wir verstanden uns alle auf Anhieb gut, alle Mädels waren total offen und freundlich und wir hatten viel Gesprächsstoff. Mit ihnen habe ich mich dann in die Aula begeben und es folgten super spannende und fesselnde Vorträge (Achtung Ironie). Ich muss zugeben, dass wir eher damit beschäftigt waren zu quatschen. Wir kannten uns ja alle noch nicht, da gab es eben viel zu erzählen und außerdem war der Hund von Julie so viel süßer als die Geschichte über die Stadt Dieburg. Aber wir haben natürlich auch zugehört, vor allem bei den Themen, die für uns relevant waren. Danach ging es für die neuen Onkomm Studenten weiter zum Kaffee und Kuchen. Ich muss sagen, dass ich vorher skeptisch war, ob mich nun wirklich Kaffee und Kuchen oder Bier und Wodka erwarten würde. Denn nach allem was ich bisher kannte, ging es in Ersti Wochen meistens nur um das Eine – Saufen. Aber tatsächlich wartete eine Auswahl an Kuchen und ein viel zu kleiner Raum für unseren riesigen Studiengang auf uns. Wir haben dann Kennenlernspiele zu unserem Alter und unserem Anfahrtsweg gespielt. Diese Spiele fande ich echt cool, denn ich habe dadurch erfahren, dass jemand aus meinem Ort tatsächlich mit mir studiert. Somit lernte ich Michelle kennen (Heeey Michelle! :-)). Es stellte sich raus, dass wir die selben Leute aus unserem Ort kannten und waren (und sind es immer noch) geschockt, dass wir uns nicht schon früher kennengelernt haben. Nach dem letzten Kennenlernspiel mit Hashtags über sich selbst, endete dann auch schon der erste Einführungstag. An dieser Stelle Danke an die 3. Semestler, dass ihr das alles organisiert habt! Ich schaute nun gespannt und freudig auf Tag 2 der Einführungstage, welcher Freibier und ein Campusfestival versprach.

Tag 2 – Wir wollen keinen Grill, aber Freibier!

Zu Beginn des zweiten Tages mussten allerdings erst einmal organisatorische Punkte geklärt werden. Das war aber auch wichtig, denn jeder wollte natürlich wissen, was uns erwartet, was wir leisten müssen, was wir brauchen und wann wir Uni haben werden. All diese Themen haben wir dann besprochen. Das Highlight davon war für mich unser Stundenplan, der uns zwei Tage unter der Woche frei gibt um Uni Stoff nachzuarbeiten oder arbeiten zu gehen. Oder wie andere sagen würden: Zeit um Dienstag und Donnerstag Abend weg zu gehen (Ich natürlich nicht!). Nach dieser freudigen Nachricht und viel Informationsinput machten wir uns auf den Weg in die Mensa um uns für die Campus Rallye und das Campusfestival zu stärken. Und was gibt es da besseres als frisches, hochqualitatives Mensaessen?! 😀
Vom Essen gestärkt gingen wir zur Campus Rallye, wo wir in Gruppen geteilt wurden und los zu den 16 (Trinkspiel-) Stationen geschickt wurden. Wir tauften unsere 5er Gruppe „die Saufnasen“, obwohl eine Mitspielerin leider nicht mittrinken konnte, weil sie noch Autofahren musste. Ich hoffe heute immer noch, dass sie trotz dessen eine tolle Zeit hatte und wir ihr nicht zu sehr auf die Nerven gegangen sind.
Dann, unser Teamname stand, waren wir bereit alles zu geben um diese Rallye zu gewinnen, denn der Hauptpreis war ein Grill! An dieser Stelle ein nettes Zitat von Mitspielerin Michelle: „Toll, was soll ich denn mit einem Grill?!“.
Da es bei der Rallye nur Bier gab und eine Mitspielerin gar kein Bier mochte, brachte sie netterweise eine Flasche Wein mit. Als diese Flasche dann leer war, hatte die Mitspielerin ganz vergessen, dass sie Bier gar nicht mochte und griff dann doch zum Bier. Naja wenigstens war es umsonst. Nach vielen Spielen, hatten WIR (Nein ich war das nicht, niemals) leider unseren Zettel verloren, auf dem unser Punktstand für jede Station stand. Die 3.Semestler von unserem Studiengang waren dann so lieb uns einen neuen Zettel zu geben und schrieben uns überragende Punktzahlen zu jeder Station auf. Natürlich mussten wir vorher die Station der Onkomm 3. Semestler durchlaufen. Die Aufgabe der Station war folgende: „ Zwei Mitspieler müssen gleichzeitig ein Bier exen, sich danach 30 Sekunden im Kreis drehen und dann mit einem Tablett voller Wassergläser einen Parkour durchlaufen ohne etwas dabei zu verschütten.“ – Alles klar, klang ja super machbar für uns. Aber glaubt mir – Das war es auf keinen Fall! Nach dieser gewaltigen Aufgabe brauchten wir mal wieder eine Stärkung. Auf dem Campusfestival gab es einen Falafelstand und dort gab es die allerbesten Falafeln die ich jemals gegessen habe! Es folgten witzige Unterhaltungen, Begegnungen mit neuen Menschen und mehr Bier. Doch auch für uns hieß es dann langsam: „Tschüss Mediencampus Dieburg, bis in 3 Tagen!“.
Somit machten wir uns nach einem witzigen und ereignisreichen Tag auf den Heimweg. Letztendlich gaben wir unseren Zettel für das Gewinnspiel niemals ab. Schade eigentlich, wir hätten sicher Chancen auf den Grill gehabt.

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Die folgenden Wochen –
Twitter, Darknet und co.

Ja ich weiß ihr seid jetzt sicherlich gespannt, was nach diesen verrückten Einführungstagen folgte. Ich hoffe es zumindest! Ich kann nur soviel sagen, dass es bis jetzt unheimlich viel Spaß gemacht hat. Ich habe noch nie so ein modernes, interaktives und kommunikatives Lernen erlebt. Handy weg im Unterricht? Folien auf alten Overhead Projektoren? Nicht bei uns! Wir müssen sogar mindestens 10 Tweets abgeben, dass heißt einen Twitteraccount besitzen. Wir sind alle miteinander vernetzt und haben sogar unseren eigenen Hashtag #onkomm, der es übrigens in die Twitter Tages Charts geschafft hatte. Bisher war kein Tag der jetzt schon 7 Wochen Studium langweilig. Ob es das Skypen mit unserem Prof, ein live Login in das Darknet, das Vorspielen einer Pressekonferenz oder der Videodreh für eine Präsentation war.
Als ein Professor zu uns am Anfang des Studiums meinte, dass unser Hashtag und unsere Social Media Aktivität dazu führen soll, dass wir zu einer Community werden, war ich etwas misstrauisch. Doch ich kann es schon nach nur 7 Wochen bestätigen, was sich für eine große Community, auch zu den höheren Semestern, aufgebaut hat.
Wenn ihr gespannt seid, was ich noch alles lernen werde und wie sich unsere Community entwickeln wird, dann bleibt gespannt!

#onkomm

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7 Gedanken zu „Zwischen Twitter, Bierpong und Darknet –  Meine ersten Wochen Onlinekommunikation

  1. Hallo liebe Melissa!
    Toll hast du das geschrieben… deine Zeilen haben meine Muskeln im Gesicht angeregt sich zu „bewegen“!
    Da ich ja sonst keine Leseratte 🐭 bin habe ich trotz allem deinen ganzen Blog von vorne bis hinten eifrig gelesen 😃
    Es freut mich, dass dir das Studium Freude bereitet 😆
    Mach weiter so 🍻✌🏼️

  2. Hey Melissa,
    hat mir echt super Spaß gemacht deinen Blog zu lesen und bin gespannt auf deine weiteren Blogeinträge rund um dein Studium und dich!:)

  3. Hallo liebste Melissa,
    Ich freue mich auch in Zukunft deine Blogeinträge lesen zu dürfen und wünsche dir auch in Zukunft ganz viel Spaß bei deinem Studium 😍

  4. Hey Melissa, erstmal: allein optisch schon ein richtig schöner Blog 🙂
    Kann dir auch ansonsten nur zustimmen – hatte ebenfalls immer etwas Hemmungen mir einen Blog zu erstellen und online aktiv zu werden, aber da das Studium einen ja praktisch in’s kalte Wasser stößt, geht das alles zwangsläufig viel leichter von der Hand.
    Auf dass der Rest unseres Studiums genau so positiv weitergeht! 😀

  5. sehr geiler und unterhaltsamer blog, wird wohl ein neues hobby von mir:) wenn ich das so höre muss ich doch noch anfangen zu studieren👌🏼Und ich hoffe du ziehst es dieses mal durch 😊

  6. Melissa, ich finde Deinen Blogeintrag toll!Jetzt bereue ich richtig, dass ich an der Rallye nicht dabei sein konnte, klingt echt witzig 😛 freue mich schon auf deine nächsten Texte 🙂

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